Zweites Treffen des Unterstützerkreises der Allianz für Entwicklung und Klima

Das zweite Treffen des Unterstützerkreises der Allianz für Entwicklung und Klima am 17. September 2019 in Bonn

Am 17. September traf sich der Unterstützerkreis der Allianz für Entwicklung und Klima in Bonn. Etwa 200 Unterstützer und Interessierte diskutierten gemeinsam mit Bundesminister Dr. Gerd Müller und weiteren hochrangigen Gästen über das Potential zusätzlichen freiwilligen Engagements nichtstaatlicher Akteure für Klimaschutz und Entwicklung. Zur Bildergalerie und zum Artikel.

Bundesentwicklungsminister Müller stellte am Rande der Tagung der Allianz für Entwicklung und Klima Initiative und Forderungen für die internationale Klimapolitik vor. Das Video der Pressekonferenz, bei der u.a. auch Prof. Radermacher mitwirkte, kann auf Youtube aufgerufen werden.

Fotos © GIZ/Aschoffotografie

Warum die CO2-Steuer unsere Probleme nicht lösen wird


Warum die CO2-Steuer unsere Probleme nicht lösen wird

Franz Josef Radermacher

CO2-Steuer vs. Emissionshandel: Was bringt den meisten Erfolg?

Was ist die Erfolgsstrategie im Kampf gegen CO2: eine Steuer auf den Ausstoß von Kohlendioxid oder ein CO2-Ausgleich durch den Handel mit Emissionszertifikaten? Oder brauchen wir eine andere Lösung?

  • Derzeit wird über eine nationale CO2-Besteuerung diskutiert
  • Was wir jedoch brauchen, sind weltweit einsetzbare neue Technologien
  • Die Methanolökonomie und der Emissionshandel sind wichtige Bausteine

Den vollständigen Artikel lesen Sie bitte unter diesem Link auf den Webseiten von Xing.

Auf Xing veröffentlicht: Montag, 29. Juli 2019

Bild: © Spectral-Design – Fotolia.com

Zwei Preise für das FAW/n / Professor Radermacher


Österreich-Deutschland-Preis

Am 21. März 2019 wurde dem FAW/n mitgeteilt, dass es zusammen mit dem Universitäts.club / Wissenschaftsverein Kärnten der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt den diesjährigen Anerkennungspreis der Österreich Deutschland Gesellschaft erhält. Der Preis wird jährlich vergeben, und zwar zu unterschiedlichen Themen. In diesem Jahr zielt er auf eine wissenschaftliche Partnerkonstellation eines österreichischen und eines deutschen Partners. Die Partner sollen sich über lange Zeit wissenschaftlich mit relevanten Themen auseinandergesetzt haben. Der diesjährige Anerkennungspreis der Österreich Deutschland Gesellschaft zum Thema Wissenschaft geht je zur Hälfte an das Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung / FAW/n in Ulm und an den Universitäts.club / Wissenschaftsverein Kärnten an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Die beiden Preisträger erfüllen eine Reihe von Voraussetzungen für die Preis-Zuerkennung: langjährige, nachhaltige, grenzüberschreitende, quer-denkende, breitenwirksame und lebendige Auseinandersetzung mit Wissenschaft, Kultur und Zeitgeist. Der Standort der beiden Wissenschaftsinstitute abseits großer Metropolen wurde bewusst als positiv bewertet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Festkolloquium wird am 19. September 2019 im Österreichischen Generalkonsulat in München stattfinden.

Abt Jerusalem-Preis

Am 01. Februar 2019 wurde mitgeteilt, dass Prof. F.J. Radermacher den diesjährigen Abt Jerusalem-Preis erhält. Der Preis wird gestiftet von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, der Technischen Universität Braunschweig, der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz für herausragende wissenschaftliche Beiträge zum Dialog der Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften. Der Abt Jerusalem-Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro sowie der Verleihung der Abt Jerusalem-Büste aus dem Hause Fürstenberg verbunden. Das Festkolloquium zur Vergabe des Preises ist für den 26. November 2019 in Braunschweig in der Klosterkirche zur Riddagshausen geplant.

Bildquelle: iStock/DNY59 – Zeile der trophies (Quelle: https://www.istockphoto.com/de/foto/zeile-der-trophies-gm184138381-16829238)

Interviews im Hagener Arcadeon

Interviews im Nachklang zur Hagener Jubiläums-Zukunftsveranstaltung

Philosoph Klaudius Gansczyk im Gespräch mit dem Präsidenten des Senats der Wirtschaft und Vorstandsvorsitzenden des FAW/n Ulm, Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher im Nachklang zur Hagener Jubiläums-Zukunftsveranstaltung am 13. Februar 2019 im Hagener Tagungs-Hotel ARCADEON über seine Werke: „Balance oder Zerstörung“, „Welt mit Zukunft“, „Der Milliarden-Joker“ und zum Themengeflecht: planetarisches Bewusstsein – interkultueller Humanismus – Weltethos – Weltinnenpolitik – Weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft – Welt mit Zukunft – Der Milliarden-Joker – „Allianz für Entwicklung und Klima“ (AEK) und zum Wertegeflecht: Globale Gerechtigkeit -Frieden mit friedlichen Mitteln – Nachhaltigkeit. Das Interview kann auf YouTube aufgerufen werden.

Zum zweiten Philosoph Klaudius Gansczyk im Gespräch mit dem Ehrenpräsidenten des CLUB OF ROME, Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker ebenfalls im Nachklang zur Hagener Jubiläums-Zukunftsveranstaltung über den Jubiläumsband „Wir sind dran“ des Club of Rome. Das Interview mit Ernst Ulrich von Weizsäcker zur neuen enkeltauglichen Aufklärung in Anbetracht der planetarischen Bedrohungen im Anthropozän und in der Vielfalt der Weltanschauungen, Denkformen und in der Verschiedenheit der Logiken ist auf YouTube aufrufbar.

Finnischer Ratsvorsitz kompensiert Flugemissionen

Finnischer Ratsvorsitz kompensiert Flugemissionen

Finnland kompensiert während seines Vorsitzes im Rat der Europäischen Union die Flugemissionen von Teilnehmenden und Delegationen durch die Finanzierung von Projekten zur Reduktion von Treinbhausgasemissionen und zur Förderung der Nachhaltigkeitsziele. Die Kompensation ist eine konkrete Klimaschutzmaßnahme und Bestandteil des nachhaltigen Veranstaltungswesens des finnischen Vorsitzes. Dies rührt aus der Notwendigkeit, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Lesen Sie den vollständigen Artikel der Pressemitteilung.

Bildquelle: Fotolia / Lulla

IHK-Engangement: Aktiv für den Klimaschutz

IHK-Engangement: Aktiv für den Klimaschutz

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist der „Allianz für Entwicklung und Klima“ beigetreten, die im Herbst 2018 vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestartet worden war.

Der „Allianz“ gehören mittlerweile rund 350 Unternehmen, Verbände, Behörden, Projektentwickler, Kompensationsanbieter und Privatleute an.

Lesen Sie den vollständigen Artikel der IHK-Nürnberg

Mehr Wald, weniger Klimawandel

Mehr Wald, weniger Klimawandel

Ein wichtiger Baustein der Allianz für Entwicklung und Klima

Offizielle Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz in Berlin: Bundesminister Dr. Gerd Müller, Plant-for-the-Planet, das FAW/n und der Senat der Wirtschaft Deutschland stellten dort eine Studie der ETH Zürich vor, die belegt, dass weltweite großflächige Aufforstung das Potenzial hat, die Klimaerwärmung um 1 Grad absenken zu können.

Aufforstung und Walderhalt sind wesentliche Projektkategorien der Allianz für Entwicklung und Klima, die das BMZ gemeinsam mit der GIZ und dem FAW/n ins Leben gerufen hat. Die Unterstützer der Allianz finanzieren über freiwillige Beiträge, dass in Nicht-Industrieländern Waldflächen erhalten bleiben und durch Aufforstung CO2 aus der Atmosphäre gezogen wird. Dieselbe Wirkung haben Projekte, die Humusbildung in der Landwirtschaft fördern, erneuerbare Energien aufbauen oder für eine Verbreitung effizienter Kocher sorgen. Zusätzlich erzeugen diese Projekte enorme Co-Benefits für nachhaltige Entwicklung und die Nachhaltigkeits-Ziele der Vereinten Nationen.

Dass noch immer so viel Wald verloren geht, zu wenig aufgeforstet wird und zu wenig im Bereich Entwicklung getan wird, liegt daran, dass keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Mit öffentlichen Mitteln allein können die vor uns liegenden Herausforderungen nicht bewältigt werden. Daher versammelt die Allianz für Entwicklung und Klima Akteure des Privatsektors. Deren Ziel ist es, perspektivisch klimaneutral zu werden. Erst kürzlich hat die Robert Bosch GmbH angekündigt, dass sie ab 2020 klimaneutral wirtschaften möchte. Jährlich wendet das Unternehmen etwa 1 Milliarde Euro auf, um dieses Ziel mit Hilfe von hochwertigen Klimaschutz- und Entwicklungsprojekten in Nicht-Industrieländern zu erreichen.

Bundesminister Müller reist im Juli nach Brasilien, um dort mit den zuständigen Ministern u.a. über die schnellste aller Maßnahmen gegen den Klimawandel zu sprechen – den Walderhalt.

Dennis Meadows in Ulm

Dennis Meadows in Ulm

Limits to Growth After 45 Years

Die Frage nach den Grenzen des Wachstums, wie sie bereits 1972 vom „Club of Rome“ gestellt wurde, ist heute noch hochaktuell. Bei den Hochschultagen Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit am Freitag, den 24. Mai, zog der berühmte US-Ökonom Professor Dennis Meadows noch einmal Bilanz. Meadows leitete damals das Forscherteam, das die weltberühmte „Club of Rome“-Studie herausbrachte, und präsentierte in seinem Vortrag aktuelle Szenarien zum heutigen Stand der Weltressourcenfrage. An der Veranstaltung in der Universität Ulm nahmen etwa 350 Studierende und interessierte Besucher teil. Die Folien des Vortrags zum Download finden Sie bitte hier.

Professor Franz Josef Radermacher, Vorstand des FAW/n und Mitglied des Club of Rome, führte in die hoch aktuelle Thematik ein und Universitätspräsident Professor Michael Weber hielt ein Grußwort. Die Moderation wurde von Tobias Orthen übernommen.


Die von Meadows beschriebenen Szenarien reichen von einer nachhaltigen Welt bis zum Kollaps. Wo stehen wir im Jahr 2019?

Die Welt bewegt sich aktuell im sogenannten „Standard Scenario“ des Berichts von 1972 – die Weltbevölkerung wächst also weiter, der Ressourcenverbrauch steigt und wir bewegen uns in Richtung eines ökologischen Kollapses. Deutliche „Symptome“ reichen von Klimawandel und Wasserknappheit bis zum Biodiversitätsverlust. Laut Meadows hat die Menschheit nun zwei Möglichkeiten: Entweder wir steuern unsere Zivilisation in Richtung Nachhaltigkeit, oder die genannten Symptome werden das Wachstum stoppen.

Doch wie weit ist die Welt, wie wir sie kennen, insgesamt vom Kollaps entfernt? In seinem Vortrag „Evaluating the Limits to Growth: Projections after 45 Years“ wird Professor Meadows sein Publikum nicht schonen.


Die Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit werden seit 2010 vom Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung/n (FAW/n), der Universität Ulm und weiteren Unterstützern, darunter der Club of Rome Deutschland und die Global Marshall Plan Initiative, im deutschsprachigen Raum organisiert.

Welcoming | Begrüßung
– Prof. Michael Weber




Dennis Meadows | Club of Rome | Introduction | Einführung
– Prof. Franz Josef Radermacher




Keynote | Vortrag
– Prof. Dennis Meadows




Questions? Welche Fragen es gab




The Secret of the Lion Man – Presents
Das Geheimnis des Löwenmenschen – Geschenkübergabe


Methanolökonomie – neuer Beitrag von Prof. F. J. Radermacher

Die internationale Energie- und Klimakrise überwinden – Methanolökonomie und Bodenverbesserung schließen den Kohlenstoffzyklus

Franz Josef Radermacher

Abstract

Die weltweite Energie- und Klimakrise kann wachstumskompatibel und wohlstandsfördernd gelöst werden. Die mittlerweile fast panischen öffentlichen Debatten in Richtung eines Weltuntergangs, Klimaplanwirtschaft, Elektrifizierung des gesamten Mobilitätssektors etc. werden der Mehrdimensionalität der Herausforderung in keiner Weise gerecht. Der beschriebene Ansatz hingegen erlaubt es Afrika, Indien und anderen Schwellenländern den Entwicklungsweg Chinas einzuschlagen – ohne negative Klimawirkung. Mit dem beschriebenen Ansatz sind die SDGs bis 2050 umsetzbar. Drei wesentliche Elemente sind zu kombinieren: (1) Methanolökonomie, (2) Böden als Kohlenstoffspeicher und (3) Entwicklung fördernde CO2-Kompensationsprojekte zur Umsetzung der Agenda 2030.

Der auf Kohlenstoffbasierten Flüssigkeiten gegründete Teil der Ökonomie kann beim vorgeschlagenen Vorgehen bis 2050 um 50 % ausgeweitet werden. Durch viermalige Recyclierung des Kohlenstoffs im Kontext einer Wasserstoff-/Methanolökonomie werden die CO2-Emissionen dennoch auf nur noch etwa 10 Milliarden Tonnen pro Jahr (heute 34 Milliarden Tonnen pro Jahr) abgesenkt, dies trotz erheblicher wirtschaftlicher Wachstumsprozesse. Ein entsprechendes Investitions- und Umbauprogramm kann der Sektor der fossilen Energien, einer der leistungsstärksten Wirtschaftssektoren der Welt, bis 2050 umsetzen. Die jährlichen Investitionen im Methanolbereich liegen bei etwa 600 Milliarden Euro pro Jahr.

Durch massive weltweite Aufforstung, insbesondere auf marginalisierten Böden in den Tropen, Förderung der Humusbildung in der Landwirtschaft, vor allem auch in semiariden Gebieten, Einsatz von Biokohle etc. können Böden zu einer Kohlenstoffsenke für die verbleibenden 10 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr werden. Dies steigert zugleich die landwirtschaftliche Produktivität und ist für die massiv steigenden Anforderungen an die Ernährung in einer Welt in Wohlstand mit 10 Milliarden Menschen ohnehin erforderlich. Insgesamt wird so der Kohlenstoffkreislauf geschlossen. Wald- und Landwirtschaftsprojekte spielen für die in 2018 durch das BMZ lancierte Allianz für Entwicklung und Klima eine zentrale Rolle.

Diese fördert neben internationalem Klimaschutz insbesondere auch Entwicklung und damit die soziale Seite des Weges in die Zukunft. Über hochwertige Projekte in Nichtindustrieländern werden zugleich Co-Benefits zu allen SDGs (Agenda 2030) und positive Klimaeffekte erzielt. Dies birgt große Chancen für das Ziel, dass die Größe der Weltbevölkerung in 2050 mit 10 Milliarden Menschen ihr Maximum erreicht und in der Folge langsam wieder absinkt.
Dabei ist die Methanolökonomie der Schlüssel für die beschriebene Lösung. Sie wird gespeist durch preiswerten Wüstenstrom aus dem Sonnengürtel der Erde. So wie die Erfindung der Dampfmaschine vor 300 Jahren die Basis für die volle Entfaltung des Potentials der Kohle zur Wohlstandsmehrung für die Menschheit war, sind die erneuerbaren Energien, verbunden mit dem Sonnenpotential großer Wüsten (Desertec 2.0) der Schlüssel dafür, die Menschheit mit einer Wasserstoff-/Methanolökonomie aus der aktuellen Sackgasse bezüglich Entwicklung, Energie und Klima, herauszuholen.

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Verkehr – Hochkarätiger Beirat tagt in Ulm

Verkehr – Hochkarätiger Beirat tagt in Ulm

Ulm / swp 26.02.2019
Der wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur hat übers Wochenende im Maritim getagt – und war nach 2011 bereits zum zweiten Mal in Ulm. Die Sitzung wurde von Beiratsmitglied und FAW-Vorstand Prof. Franz Josef Radermacher organisiert. Radermacher ist nach seiner Emeritierung an der Uni nun bei dem Treffen auch aus dem Beirat ausgeschieden, dem er seit dem Jahr 2000 angehörte.

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf den Online-Seiten der Südwest-Presse unter https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/hochkaraetiger-beirat-tagt-in-ulm-30103534.html